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Fragen und Antworten

Woher stammen die Daten?

Aus dem Mobilfunk-Monitoring der Bundesnetzagentur, Datenstand Dezember 2025. Die Netzbetreiber sind nach § 103 TKG verpflichtet, ihre Versorgung für jede Gitterzelle von 100 mal 100 Metern zu melden. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht daraus Auswertungen je Gemeinde und Landkreis. Genau diese Auswertung liegt dem Netzcheck zugrunde.

Sind das Messungen?

Nein. Es sind berechnete Werte, die die Netzbetreiber aus ihren Funkplanungsmodellen ableiten. Die Bundesnetzagentur macht Vorgaben zu den Rechenparametern und prüft die Angaben stichprobenhaft mit Daten aus der Funkloch-App sowie mit eigenen Messfahrten. Ein fließend gemessener Wert für deine Straße ist es nicht.

Gilt das Ergebnis für meine Adresse?

Nein, für deine Gemeinde. In großen Städten ist das ein Mittelwert über das gesamte Stadtgebiet, in kleinen Gemeinden liegt er näher an deiner tatsächlichen Situation. Der Netzcheck sagt dir, welches Netz in deinem Ort insgesamt am weitesten trägt – nicht, wie viele Balken du am Küchentisch hast.

Und im Haus?

Alle Werte beschreiben die Versorgung im Freien. Wie viel davon in deiner Wohnung ankommt, hängt von Baujahr, Wandstärke, Dämmung und Fensterbeschichtung ab. Moderne Energiesparfenster dämpfen Mobilfunk deutlich. Wenn du zu Hause Probleme hast, hilft oft WLAN-Telefonie, die alle drei Netzbetreiber anbieten.

Wie entsteht die Punktzahl auf den Ortsseiten?

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht die Versorgung getrennt nach Technologie und gibt bewusst keine Gesamtnote vor. Für eine schnelle Einordnung fassen wir die Werte zusammen: 55 Prozent 5G, 40 Prozent 4G, 5 Prozent 2G.

Die Gewichtung folgt der heutigen Nutzung. 5G bestimmt, wie gut mobiles Internet funktioniert, und die Netze unterscheiden sich hier am stärksten. 4G trägt weiterhin die Telefonie und den Alltagsdatenverkehr, ist aber fast überall gut ausgebaut. 2G zählt nur noch symbolisch, weil es außer Gesprächen nichts mehr leistet.

Die Einzelwerte stehen auf jeder Ortsseite in der Technologietabelle. Wer sie anders gewichten will, kann sie dort direkt ablesen.

Warum taucht 5G SA in der Punktzahl nicht auf?

Weil es keine zusätzliche Information liefern würde. 5G Standalone ist keine eigene Ausbaustufe neben 5G, sondern eine Teilmenge davon. In der Auswertung der Bundesnetzagentur sind die beiden Werte in mehr als 98 Prozent aller Gemeinden identisch: Wo ein Netzbetreiber 5G anbietet, unterstützt er dort in aller Regel auch Standalone.

Beide Zahlen in eine Punktzahl einzurechnen wäre deshalb eine Doppelzählung und würde 5G gegenüber 4G künstlich aufwerten. Der Wert bleibt trotzdem interessant – nur eben nicht als Unterscheidungsmerkmal zwischen den Netzen.

Was ist der Unterschied zwischen 5G und 5G SA?

Beim ursprünglichen 5G hängt die Funkzelle noch am 4G-Kernnetz. Bei 5G Standalone läuft alles über ein eigenes 5G-Kernnetz. Das bringt kürzere Reaktionszeiten, einen schnelleren Verbindungsaufbau und geringeren Akkuverbrauch – aber keine höheren Datenraten. Bei der reinen Geschwindigkeit liegt die Kombination aus 5G und LTE sogar oft vorn.

Praktisch relevant ist etwas anderes: Standalone muss vom Tarif freigeschaltet sein. Bei manchen Anbietern ist es eine Option, die man eigens buchen muss, bei vielen Discounter-Tarifen fehlt es ganz. Geräteseitig ist es seit dem iPhone 13 und vergleichbaren Android-Modellen kein Thema mehr.

Warum taucht 1&1 nicht auf?

1&1 baut ein eigenes Netz auf, das bislang nur einen sehr kleinen Teil der Fläche abdeckt. In der Praxis funken 1&1-Kundinnen und -Kunden größtenteils per Roaming über Vodafone. Die amtlichen Zahlen weisen jedoch nur das eigene Netz aus. Beide Darstellungen wären irreführend, deshalb bleibt 1&1 vorerst außen vor. Wer bei 1&1 ist, wählt im Netzcheck am besten Vodafone.

Was ist mit Discountern wie congstar oder ALDI TALK?

Discounter betreiben kein eigenes Netz, sondern mieten sich ein. congstar und fraenk funken im Telekom-Netz, otelo bei Vodafone, Blau und ALDI TALK bei o2. Die Netzabdeckung ist dieselbe wie beim jeweiligen Netzbetreiber. Unterschiede gibt es bei der maximalen Geschwindigkeit und bei der Priorisierung, wenn eine Funkzelle stark ausgelastet ist. Die vollständige Zuordnung steht auf der Seite Welches Netz habe ich?

Was kostet der Netzcheck?

Nichts. Es gibt kein Konto, und deine Eingaben im Check verlassen deinen Browser nicht. Die einzige Ausnahme ist freiwillig: Wer sich im Festnetz-Check in die Glasfaser-Liste einträgt, schickt uns die geprüfte Adresse und eine E-Mail-Adresse. Weitergegeben werden davon nur Zahlen je Gemeinde – Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.

Wie verdient diese Seite Geld?

Derzeit gar nicht. Geplant ist, nach dem Ergebnis passende Tarife zu zeigen und für vermittelte Verträge eine Provision zu erhalten. Das Ergebnis des Netzchecks wird davon nicht beeinflusst: Es beruht ausschließlich auf den amtlichen Versorgungsdaten, und alle Zahlen dahinter sind einsehbar.

Gibt es den Check auch für Festnetz?

Ja. Der Festnetz-Check zeigt für deine Adresse, ob Glasfaser, Kabel oder DSL gemeldet ist und bis zu welcher Bandbreite – auf 100 Meter genau, dazu die Werte für deinen ganzen Ort. Grundlage ist der Breitbandatlas der Bundesnetzagentur, Stand Dezember 2025.

Woher stammen die Festnetzdaten?

Aus dem Breitbandatlas im Gigabit-Grundbuch der Bundesnetzagentur. Alle Anbieter von Festnetzanschlüssen melden dort adressgenau, welche Technik sie mit welcher Bandbreite liefern können. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht daraus Werte je Gemeinde und je Gitterzelle von 100 mal 100 Metern. Genau diese beiden Ebenen zeigt der Festnetz-Check: die Zelle um deine Adresse und den Ort als Ganzes.

Was heißt beim Festnetz „verfügbar“?

Gemeldet, nicht gebucht. Ein Anbieter hat der Bundesnetzagentur mitgeteilt, dass er an Adressen in dieser Zelle die Technik liefern kann. Ob ein Hausanschluss schon liegt, ob Tiefbau nötig ist und was das kostet, klärt sich erst bei der Bestellung. Die Meldungen sind außerdem nicht lückenlos – wer zu Hause eine Technik nutzt, die im Check fehlt, hat trotzdem recht. Bei Teilwerten („für 8 von 10 Haushalten“) liegt die Zelle an einer Ausbaugrenze.

Warum prüft der Festnetz-Check die Adresse, der Mobilfunk-Check nur den Ort?

Weil die Daten unterschiedlich fein vorliegen. Die Festnetzmeldungen sind adressgenau und werden als 100-Meter-Raster veröffentlicht. Die Mobilfunkversorgung wird zwar auch im Raster berechnet, veröffentlicht wird aber die Auswertung je Gemeinde – und Mobilfunk hängt ohnehin weniger am Hauseingang als daran, wo du unterwegs bist.

Wie bekomme ich Glasfaser in meine Straße?

Beantragen kann man Glasfaser nicht, eintragen schon: bei den Netzbetreibern, die Interessenten benachrichtigen, sobald in der Gegend gebaut wird, beim Breitbandbüro des Landes – in Berlin über ein eigenes Formular – und auf der Glasfaser-Liste im Festnetz-Check. Ob gebaut wird, entscheidet am Ende die Nachfragebündelung: Bevor ein Anbieter eine Straße aufgräbt, sammelt er Vorverträge und baut, wenn er seine Quote erreicht – meist 33 bis 40 Prozent der Haushalte. In dieser Phase ist der Hausanschluss in der Regel kostenlos, später kostet er häufig 800 bis 2000 Euro. Alle Stellen mit Links stehen unter Wie komme ich an Glasfaser?

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